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15 Jahre Stiftung "Für junge Menschen"

Die Stiftung „Für junge Menschen." hat in 15 Jahren mit 530.000 Euro bedürftigen Familien, Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Behinderung geholfen.

Seit 2004 unterstützt die KJF-nahe Stiftung "Für junge Menschen. Stiftung kirchliche Kinder- und Jugendhilfe" bedürftige Familien, Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderung in unserer Diözese. Großartige 530.000 Euro haben dort geholfen, wo Mittel aus öffentlichen und kirchlichen Haushalten knapp sind. Das bekommt auch die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg (KJF) deutlich zu spüren. Wie gut, dass es sich die Stiftung „Für junge Menschen." zur Aufgabe gemacht hat, dort zu helfen, wo Zuschüsse, Förderungen und Eigenleistungen nicht ausreichen, eine Unterstützung aber dringend notwendig ist. Vor 15 Jahren hat der Gründer der Stiftung Prälat Dr. Josef Schweiger, damals Vorsitzender der KJF, diese wertvolle Initiative ergriffen.

Sozial-caritatives Engagement und solidarisches Miteinander

Unsere Gesellschaft braucht gelebte christliche Solidarität mehr denn je. Dessen sind sich die Gründungsväter der Stiftung "Für junge Menschen." sicher Und dieses Anliegen unterstützt Diözesanbischof H.H. Dr. Rudolf Voderholzer als Pate der Stiftung gerne. Der Vorsitzende des Stiftungsrates Michael Eibl, alle Mitglieder im Stiftungsrat und der Vorsitzende der Stiftung Max Harreiner, Direktor a.D. der Ligabank, – sie alle arbeiten ehrenamtlich. Max Harreiner weiß um die Herausforderungen in den über 70 Einrichtungen der Katholischen Jugendfürsorge. Dazu gehört auch die Beschaffung und Sicherung notwendiger finanzieller Mittel. „Viele Hilfeleistungen der KJF in ihren Einrichtungen, Diensten und Beratungsstellen würden auf der Strecke bleiben, wäre da nicht die Stiftung „Für junge Menschen", sagt Max Harreiner.

Bild v.li.: Max Harreiner, Vorsitzender der Stiftung „Für junge Menschen." mit den Mitgliedern aus dem Stiftungsrat: Hubert Tausendpfund, Erwin Bartmann, Stiftungsratvorsitzender Michael Eibl und Ingeborg Gerlach.
 

Hilfen langfristig und nachhaltig sicherstellen

„Für junge Menschen." finanziert seit 15 Jahren zum Beispiel Therapieangebote und -materialien für Kinder mit Behinderung, inklusive Projekte für junge Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen mit Behinderung. Sie finanziert diese notwendigen Maßnahmen in unserer Region und achtet dabei darauf, dass die Investitionen langfristig und nachhaltig wirken. Davon profitieren auch junge, alleinerziehende Mütter mit ihren Kindern, Familien und Notleidende. Jede Unterstützung bewirkt so viel Gutes, gibt Zuversicht und eröffnet Perspektiven für die Zukunft.

Überwältigendes Engagement

In den 15 Jahren ihres segensreichen Wirkens hat die Stiftung Großartiges geleistet. Insgesamt rd. 530.000 Euro kamen genau dort an, wo sie so dringend gebraucht werden, weil staatliche Mittel und die Mittel aus der Kirchensteuer nicht ausreichen. Die Stiftung unterstützt zum Beispiel junge Mütter, die sich trotz schwierigster Lebensbedingungen für ihr Kind entschieden haben. Haus Mutter und Kind der KJF gibt ihnen ein Zuhause, solange bis sie auf eigenen Füßen stehen können. Hilfreich stehen ihnen Betreuerinnen zur Seite, unterstützen sie während einer Ausbildung, geben Tipps in der Säuglingspflege und Kindererziehung, nicht zuletzt auch in der Bewältigung alltäglicher Aufgaben und Herausforderungen. Für ein aktuelles Sanierungsprojekt von Haus Mutter und Kind, das ausgebaut werden muss, weil der Bedarf so hoch ist, macht die Stiftung gerade mobil. Wie wunderbar trifft es sich, dass Armin Wolf mit dem Regensburger Weihnachtssingen am 22. Dezember 2018 in der Armin-Wolf-Arena hier mit unterstützen will.

Die Stiftung hilft auch, wenn der Start ins Leben und die ersten Jahre der ganz Kleinen wegen einer Früh- oder Risikogeburt nicht einfach sind, wenn Kinder sich zu langsam entwickeln, eine Behinderung droht oder vorhanden ist. Denn sie hat die wertvolle Arbeit des Nachsorge-Projekts Harl.e.kin und der Frühförderstelle der KJF für früh- oder risikogeborene Kinder schon mehrfach unterstützt. Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe profitierten bislang auch vom Wirken der Stiftung. Da gab es zum Beispiel einen Erlebnis- und Abenteuerspielplatz für das Kinderzentrum St. Vincent in Regensburg. Auch das Haus St. Elisabeth in Windischeschenbach und das Kinder- und Jugendhilfezentrum St. Josef in Wunsiedel wurden von der Stiftung bedacht. Finanzielle Hilfe gab es für ein Schülerparlament und ein Kinderrechtsprojekt, mit dem die KJF junge Menschen befähigt, sich in demokratischen Beteiligungsprozessen für eigene Rechte und Interessen einzusetzen.

Das in der KJF so wichtige und große Thema Inklusion hat die Stiftung ebenfalls vorangebracht. Davon profitierten Menschen mit und ohne Behinderung im Atelier Kunst inklusiv im Andreasstadel in Regensburg, Kinder und Jugendliche im inklusiven Tanzprojekt der Bischof-Wittmann-Schule, ambitionierte junge Sportler, die sich an den Special Olympics, dem weltweit größten Sportevent für Menschen mit Behinderung, beteiligten und Künstler mit geistiger Behinderung, deren kreatives Potential mit dem Kunst.Preis der KJF seit 2010 in die Öffentlichkeit gebracht wird.

Die Arbeit der Erziehungsberatungsstellen der KJF liegt dem Stiftungsvorstand und dem Stiftungsrat ebenfalls am Herzen.  Wie notwendig deren Arbeit für Familien und deren Kinder ist, lässt sich am kontinuierlich steigenden Bedarf nach Beratung und Begleitung ablesen.

Für die Wohnangebote der Katholischen Jugendfürsorge kann es wirklich nicht genug Geld geben. Ganz egal, ob in heilpädagogischen und therapeutischen Wohngruppen für Kinder und Jugendliche oder in Wohnheimen, -gruppen und Appartements für erwachsene Menschen mit Behinderung, es geht immer um ein behagliches und sicheres Zuhause, das so bei der eigenen Familie oder ohne Unterstützung nicht möglich wäre. Weil die Förderung der Kostenträger und die Eigenmittel nicht für alle erforderlichen Anschaffungen, die Ausstattung und Freizeitmaßnahmen ausreichen, hat auch hier die Stiftung immer wieder geholfen.

Ehrenamtliche Tätigkeiten, die Integrationsarbeit für Migranten, die Ausstattung und Therapiematerial der Förderzentren der KJF wie auch der Kinderhäuser/-krippen in Regensburg und in Abensberg, die Anschaffung von Maschinen im Haus des Guten Hirten und in der Integrationsfirma labora, das Sozialpädiatrischen Kinderzentrum St. Martin und die  KJF Werkstätten in Mitterfels sind weitere Bereiche und Einrichtungen, welche die Stiftung finanziell unterstützt hat. Nicht vergessen werden dürfen die Unterstützungsleistungen an hilfebedürftige Familien, notleidende Menschen und Menschen in besonders schwierigen Lebenssituationen.

"Wir sind sehr dankbar für die Großzügigkeit der Menschen, die unsere Stiftung mit ihren kleinen und großen Spenden unterstützen", so der Vorsitzende des Stiftungsrates Michael Eibl. Die Stiftung ist auf Spenden, Zustiftungen und die Unterstützung vieler angewiesen. So organisiert sie regelmäßig Benefizveranstaltungen wie Konzerte oder Vorträge. Die dort erlösten Spenden dienen der Erfüllung des Stiftungszwecks. Der weitaus größte Teil des Stiftungskapitals setzt sich jedoch aus ererbtem oder geschenktem Vermögen zusammen.

Text und Bild: Christine Allgeyer