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„Ich bin dann mal weg.“

Schulfamilie der Prälat-Michael-Thaller-Schule nimmt Abschied von ihrem langjährigen Rektor Josef Eder

„Ich bin dann mal weg" – Josef Eder, Rektor der Prälat-Michael-Thaller- Schule (PMT) der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V. in Abensberg, verabschiedete sich im Februar mit einem großen, vom Kollegium und der Schülerschaft gestalteten Festprogramm in den Ruhestand.

Ein Mädchen schenkt Schulleiter Josef Eder ein weißes Plüschherz

Geschenke von Herzen für Josef Eder.

In seiner Laudatio stellte KJF-Direktor Michael Eibl Josef Eder als einen Pädagogen mit Herz und Seele heraus. Er habe die Leute heimlich und unbemerkt dahin geführt, wo sie hin sollten. Die zahlreichen Gruß- und Dankesworte machten deutlich, Josef Eder lässt man ungern gehen. Auch Landrat Dr. Hubert Faltermeier verabschiedete den „verdienten Schulleiter, der auch das Zeug zum Berufsmusiker gehabt hätte. So jedenfalls wusste der ehemalige Mitschüler Eders zu berichten. Helmut Lang sprach Josef Eder als Vertreter der Regierung von Niederbayern seinen Respekt aus und Dr. Uwe Brandl, Bürgermeister von Abensberg, würdigte ihn als „Paten für den Inklusionsschulstandort Abensberg".

Die Feier rund um Gruß- und Dankesworte bescherte Josef Eder im weiteren Verlauf einen gepackten Koffer, ein Fußballspiel, das er selbst auf der Bühne im Parcours zu absolvieren hatte und jede Menge Geschenke des Elternbeirats, der Schülerinnen und Schüler. Seine Kolleginnen und Kollegen trugen ein Ständchen vor, sein Stellvertreter Wolfgang Niemetz lobte Eder als eine „Seele von einem Chef". Zum Abschluss stieg Josef Eder noch einmal auf die Bühne und sagte mit der Familienband „Dankeschön".

Möchte keinen Tag missen
Zurückblickend auf sein reiches Berufsleben, möchte Josef Eder keinen Tag missen. Als Junglehrer kam er 1972 von Mittelfranken an die Heimsondervolksschule nach Offenstetten. Von 1974 bis 1976 studierte er Sonderpädagogik, anschließend unterrichtete Eder in Offenstetten. Ab 1980 leitete er dann für 11 Jahre die Frühförderstelle im Landkreis Kelheim. Unter seiner Ägide wurde sie zur ersten Interdisziplinären Frühförderstelle in Niederbayern und der Oberpfalz. An der Gründung des ersten integrativen Kindergartens in Niederbayern, dem Kinderhaus in Abensberg, war er ebenfalls beteiligt. 1991 begann Eders Tätigkeit im Förderzentrum. Zuerst noch an der Cabrinischule, ab 1992 an der PMT, deren Konzept maßgeblich seine Handschrift trägt. Ab 2002 leitete Josef Eder die Schule. Diese zog 2008 in den Neubau in Abensberg. „Profilschule Inklusion" ist die PMT seit 2011. Das Konzept dafür entwickelte Josef Eder gemeinsam mit Evelyn Gallmeier von der Grundschule.