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„Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht“ (Jes 9,1)

Verehrte und geschätzte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der KJF,

Diese hoffnungsvollen Worte des Propheten Jesaja entstanden in einer Zeit großer Herausforderungen und Hoffnungslosigkeiten für das Volk Israel. Viele waren von der Vorstellung befangen: Wir leben in finsteren Zeiten.

Sorgen und Nöte plagten die Menschen. Doch dann tritt einer auf und spricht von einem hellen Licht, das über dem Dunkel erscheint und setzt damit ein Zeichen der Hoffnung, des Glaubens und der Liebe. 

Auch in unseren Tagen sind nicht wenige von Zukunftsängsten, Sorgen um ihre Gesundheit und dem Gefühl der Unsicherheit befangen. Die Corona-Pandemie hat uns fest im Griff. Es scheint, als ob die Kontaktbeschränkungen und die Belastungen uns noch eine Zeitlang begleiten.

Aber allen Herausforderungen zum Trotz haben Sie in den vergangenen Monaten in unserer KJF eine nahezu unglaubliche Leistung erbracht und viele Krisenmomente bewältigt. Sie sind den Menschen nahe geblieben. Dafür danke ich Ihnen persönlich und im Namen des Vorstandes von ganzem Herzen!

Die Corona-Pandemie verlangt uns einiges ab und dennoch wären Resignation und Ungeduld fehl am Platz. Als Christinnen und Christen sind wir dazu berufen, gegen das Negative und Beängstigende das Gute zu setzen. Wir können das, weil wir wissen: Gott selbst ist in unserer Mitte gegenwärtig. Gott ist bei uns. Und so wird uns an Weihnachten abermals in Erinnerung gerufen:

>Ein Retter ist uns geschenkt<.

Weihnachten macht uns dadurch begreiflich, dass Gleichgültigkeit und Angst, Hass und Tod nicht das letzte Wort haben. Durch das Vertrauen auf Gottes Hilfe, durch unsere Gemeinschaft und das Miteinander in unserer KJF setzen auch wir sinnstiftende Zeichen der Hoffnung und der Liebe in diesen Zeiten. Danke dafür!

Bleiben wir im guten Geist der Verbundenheit und der Wertschätzung beieinander, stärken wir uns gegenseitig: Lassen wir die Nähe Gottes zu den Menschen durch und mit uns auch für andere spürbar und erlebbar werden, indem wir den Entmutigten ein Licht schenken und ihnen sagen: Fürchtet euch nicht!

In herzlicher Verbundenheit wünsche ich Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest.

Ihr
Msgr. Dr. Roland Batz
Domkapitular
Vorsitzender