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Vielfalt verbindet

5 Jahre Jugend- und Familienzentrum Kontrast

Seit 5 Jahren ist das Jugend- und Familienzentrum Kontrast Anlaufstelle für Familien und Jugendliche aus mindestens 30 Nationen und Kulturen, insbesondere aus dem Stadtteil Regensburg Ost/Hohes Kreuz. Mit einem Tag der offenen Tür wurde das 5-jährige Jubiläum als Auftaktveranstaltung der Regensburger Interkulturellen Woche unter dem Motto „Vielfalt verbindet" gefeiert. Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer machte deutlich: „Die Stadt hat die Familien- und Jugendzentren in Regensburg immer weiter ausgebaut und unterstützt. Wir arbeiten mit vielen Trägern zusammen. Ein wichtiger davon ist die KJF, mit der wir eine offene, vertrauensvolle und zielführende Zusammenarbeit pflegen."

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, KJF-Direktor Michael Eibl, KJF-Abteilungsleiter Robert Gruber und KJF-Referatsleiterin Eva Filipczak unter den Gästen beim Auftakt der Interkulturellen Woche 2017im Jugend- und Familienzentrum Kontrast. Kontrast feierte zeitgleich bei einem Tag der offenen Tür das 5-jährige Jubiläum.

„Vielfalt verbindet" – das sei nicht nur das Motto der Interkulturellen Woche 2017, einer bundesweiten Aktion, die in Regensburg im Jugend- und Familienzentrum Kontrast ihren Auftakt fand, sondern gelte für die Arbeit von Kontrast das ganze Jahr über. Denn die Arbeit dort sei immer interkulturell, stellte Maltz-Schwarzfischer heraus. Stadtteilprojekt, Asylberatung der Caritas und Kontrast unter einem Dach seien gerade in diesem Stadtteil, der so vielfältig ist, wichtig. „Familien, Kinder und Jugendliche – sie alle profitieren von dieser Vielfalt", so die Bürgermeisterin. Beim Tag der offenen Tür hatten die Gesamtleiterin von Kontrast Vivian Kallmann und ihr Team ein tolles Programm auf die Beine gestellt. Bei herrlichem Herbstwetter kamen junge Familien, Kinder und Jugendliche zusammen. Im Musikgarten etwa trafen sich Väter und Mütter mit ihren kleinen Kindern. Ein Parcours im Bewegungsraum forderte die etwas Älteren heraus. Die Hausführung zeigte nicht zuletzt, dass das Jugend- und Familienzentrum ein guter Ort für Groß und Klein, Alt und Jung ist. Ausstattung, Spielmaterial und nicht zuletzt das Engagement vieler Ehrenamtlicher, so stellte es Vivian Kallmann in ihrer Ansprache heraus, ermöglichen dort bereichernde Begegnungen und viel Spaß beim gemeinsamen Spielen, Musizieren oder einem der anderen vielfältigen Angebote.

Kontrast – ein Ort der Begegnung

Das Jugend- und Familienzentrum ist für alle Menschen im Stadtteil am Hohen Kreuz ein Ort der Begegnung. Hier verbinden sich Jugendarbeit, Familienbildung und Förderung der Erziehung in der Familie. Damit setzen die beteiligten Träger, die Stadt Regensburg und die KJF ein deutliches Zeichen für eine ganzheitlich orientierte, kinder- und familienfreundliche Sozialpolitik. Das Jugend – und Familienzentrum Kontrast bietet bei offenem Betrieb von 16-21 Uhr regelmäßig eine ganze Reihe von Angeboten an, darunter z.B. eine Montessori-Eltern-Kind-Gruppe, einen offenen Kaffee-Treff, Eltern-Kind-Turnen, Nähkurs, Work-out für Frauen, Malkurs, Tanzkurs für Mädchen und vieles mehr.

Wichtiges Angebot im Stadtteil Hohes Kreuz

20 % der Bewohner im Stadtteil Hohes Kreuz haben Migrationshintergrund. Im Vergleich dazu liegt der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund in der gesamten Stadt Regensburg bei ca. 10 %. Durch das Übergangswohnheim für Spätaussiedler im Stadtteil Hohes Kreuz sind bis Anfang 2007 viele Spätaussiedler in den Stadtteil gezogen. Dieses Übergangswohnheim ist 2007 geschlossen worden und wurde zu einer Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge, so dass nun vermehrt Asylbewerber neu in das Stadtviertel ziehen. Der Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund in der Grundschule Hohes Kreuz zum Beispiel liegt bei nahezu 90%. Ähnlich hoch ist der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund bei dem städtischen Kinderhort und dem ansässigen Fußballverein VfR Regensburg. In dem bunten Stadtviertel leben Menschen unterschiedlichster Nationen und Kulturen. Kontrast ist wichtig für das Hohe Kreuz, weil dort Integration, Begegnung und interkulturelles Arbeiten stattfinden.

Beziehung ist einer der Erfolgsfaktoren

Auch wenn im Stadtteil Hohes Kreuz gerade mit Blick auf die Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge viele Familien kommen und wieder gehen, nehmen sie doch die Angebote von Kontrast wahr. „Wichtig sind uns die Kontakte und Beziehungen", sagt Vivian Kallmann, „wir sind soziale Wesen und brauchen soziale Kontakte – Beziehungsarbeit ist damit ein wesentlicher Teil unserer alltäglichen Arbeit und macht sie besonders." Grundlegend für die pädagogische Arbeit im Jugend- und Familienzentrum Kontrast ist deshalb, den ganzen Menschen anzusehen mit seinem ihm eigenen Erfahrungen und Einstellungen. So ist die Arbeit mit den Kindern von Respekt und Wertschätzung geprägt. Sie bekommen kreative Freiräume, damit sie sich entfalten können. Familien profitieren von den Bildungs-, Integrations- und Präventionsmaßnahmen; ein wichtiger Beitrag, damit Kinder aus allen Bildungsschichten) bessere Zukunftschancen haben.

Text und Bild: Christine Allgeyer