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Umweltwoche in der Lernwerkstatt

„Ich mach‘ mit!"

Umwelterziehung ist in der Lernwerkstatt der Katholischen Jugendfürsorge im Regensburger Gewerbepark ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung junger Menschen. „Wir arbeiten an vielen Themen, die unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern helfen, im Arbeitsleben und im Alltag gut zurecht zu kommen", sagt Hubert Schmalhofer, Leiter der Lernwerkstatt, „Umwelterziehung gehört selbstverständlich mit dazu."

Im Detail gehe es, so erklärt es Hubert Schmalhofer mit einigen Beispielen, um die Schonung von Ressourcen, darum, wie der Müll getrennt wird, wie man etwa den Einsatz von Kunststoff vermeidet und überlegt, wie viel Verpackung es wirklich braucht. „Das alles ist kein Selbstläufer und es reicht nicht aus, nur Vorgaben zu machen", so Schmalhofer, „ressourcenschonendes Verhalten muss gelernt werden, deswegen schulen wir unsere Jugendlichen und Erwachsenen. Das ist auch für den späteren Arbeitsplatz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wichtig, denn viele Betriebe haben ein Umweltzertifikat."

Dabei sein für eine saubere Erde
So haben die Organisatoren Christina Amerle und Christian Wirtensohn aus dem Sozialdienst und ihr Kollege Wolfgang Hausner, Ausbilder, die Jugendlichen auf die erste Umweltwoche in der Lernwerkstatt eingestimmt. Es war der Leitgedanke für Vorträge und Demonstrationen, bei denen es um die Sensibilisierung für das Thema ging, um Ressourcen schonendes und nachhaltiges Handeln, um das Konsumverhalten, um die Entsorgung von Müll und den Einsatz von Energie. Eingeladen waren der Diplom Biologe Franziskus Müller, Abfallberater im Umweltamt der Stadt Regensburg, und der Klimapädagoge Michael Geisler von Geoscopia Umweltbildung aus Bochum. Ein Workshop zum Thema „Ökologischer Fußabdruck", den Christian Wirtensohn gestaltete und das Spiel „Recyclingmaster", das sich Wolfgang Hausner einfallen ließ, kam bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ebenfalls gut an.

Franziskus Müller gab intensive Einblicke in das Müllaufkommen der Stadt Regensburg, die Müllentsorgung und Recyclingpraxis für die unterschiedlichen Wertstoffe. Michael Geisler von Geoscopia lenkte mit seinem Vortrag „Klima im Wandel" anhand von Satellitenbildern den Blick auf Klimawandel und Rohstoffabbau. An Beispielen wie dem Gletscherschwund,  Meeresspiegelanstieg, den abschmelzenden Polkappen, Abholzung des Regenwaldes oder Kupferabbau in Südamerika machte er die Folgen von Klimawandel und Rohstoffhunger sichtbar. Dabei diskutierte er mit den Jugendlichen auch kommende Veränderungen sowie Handlungsmöglichkeiten. Ziel des Vortrages war, wissenschaftsbasiert Zusammenhänge aufzuzeigen, Folgen des eigenen Handelns zu reflektieren und Handlungsoptionen im privaten und politischen Lebensraum zu erarbeiten.

Das hat auch mit mir zu tun!
Sozialpädagogin Christina Amerle war es wichtig, den jungen Menschen klar zu machen, dass sie mit Verantwortung tragen und einen eigenen Beitrag zu  ressourcenschonendem und umweltbewusstem Verhalten leisten können. „Das ist Teil der Persönlichkeitsentwicklung", so Amerle, „wenn die jungen Menschen realisieren, das hat auch mit mir zu tun und ich kann etwas bewirken." Das neu Erlernte fügt sich gut in die Ausbildungspraxis, denn es wurde in Bereichsbegehungen genau hingeschaut, wo welcher Müll anfällt und wie die Entsorgung optimal gestaltet werden kann. Und Spaß gemacht hat es obendrein, so das Resümee zu den ersten Umweltwochen in der Lernwerkstatt.

Text: Christine Allgeyer