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Sozial macht die Welt menschlich.

„Sozial macht die Welt menschlich." – das war der Beitrag des V•KJF zum Hauptthema der diesjährigen ConSozial „Zukunft Inklusion". Am Messestand haben VertreterInnen der Jugendfürsorgevereine aus Augsburg, München-Freising, Regensburg und Landau danach gefragt, wie es um die „Mitmenschlichkeit" in unserer Gesellschaft bestellt ist.

Kunstprojekt in der lernwerkstatt

Schon Monate vor der Messe haben die Organisatoren ein Projekt in der lernwerkstatt Regensburg auf den Weg gebracht. In der Ausbildungseinrichtung der Katholischen Jugendfürsorge Regensburg für benachteiligte junge Menschen haben sich Nadine, Sarah, Natalie, Nathalie und Andrea mit dem Leitthema „Sozial macht die Welt menschlich." künstlerisch auseinandergesetzt und zunächst ein kleines Modell aus Ton, dann ein im Durchmesser etwa 3m großes und 2m hohes Kunstobjekt modelliert. Dieses war das Herz des Messestandes und einer Aktion für die Besucherinnen und Besucher.

Manfred Klein vom Sozialdienst der lernwerkstatt und Evi Sawatzki-Kotsoglou, Ausbilderin für den Friseurberuf, betreuten das Kunstprojekt. Ihnen und den jungen Künstlerinnen Nadine, Sarah, Natalie, Nathalie und Andrea ist der Erfolg des Messeauftritts des V•KJF auf der ConSozial zu verdanken. Der Schaffensprozess vom Modell bis zum Objekt war inhaltlich und künstlerisch eine bemerkenswerte Leistung. Der renommierte Regensburger Künstler Rudolf Koller (www.rudolfkoller.de) hat die jungen Künstlerinnen bei der Umsetzung beraten – ein in jeder Hinsicht inklusives Projekt, das so auch dem Messethema der ConSozial 2017 ausgezeichnet gerecht wurde.

Der Vorsitzende des V•KJF Michael Eibl bedankte sich bei allen Beteiligten herzlich für das großartige Engagement. Ihm war das Thema der Menschlichkeit ein besonderes Anliegen, gerade vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen in Deutschland, aber auch weltweit.


Was passierte am Messestand?

Die Besucherinnen und Besucher waren aufgefordert, ihr Statement für eine menschliche Welt als Stern ins Universum oder als Blume auf eine Erdkugel, deren eine Hälfte sich durch Krieg, Gewalt und Terror verbrannt, zerstört und ohne jedes Leben zeigte, zu geben. Es entstand ein beeindruckendes und anrührendes Bild für das „heil werden". Den Sschauspielern Tobias Ostermeier (Improtheater Chamäleon), Tobias Zellmeier (Bühnen Polka Improtheater) und Schauspielerin Christl Sittenauer (Fast Food Theater) gelang es als Außerirdischen, die sich in Sachen Menschlichkeit „weiterbilden" wollten, ausgezeichnet, die Besucherinnen und Besucher anzusprechen und für die Aktion zu gewinnen.

Für das leibliche Wohl am Messestand sorgte ein Team aus der Speisekammer des Einrichtungsverbunds Steinhöring der KJF München-Freising. Gruppenleiterin Elisabeth Wagner, ihr Kollege Enrico Gedrath, Lorenz Hüttinger und Dagmar Schlüsselhuber waren unermüdlich im Einsatz. Sie boten vegetarische Brotaufstriche, vegane Nussplätzchen, feinen Bio-Kaffee, Bio-Saft und -Tee an. Ihr freundlicher Service und ihr Angebot kamen gut an.


Sozialministerin Emilia Müller im Gespräch mit Chipsy am Messestand des VKJF bei der ConSozial 2017

Die Resonanz am Messestand war überwältigend. 741 Menschen haben auf eine Blume, ein Blatt, einen Stern niederschrieben, was die Welt menschlich macht - jeder Beitragbedeutete eine Begegnung, ein Gespräch. Auch Sozialministerin Emilia Müller besuchte den Stand des V•KJF. Sie ließ sich von einer der Künstlerinnen das Kunstprojekt erklären und brachte selbst ihr Statement zur Menschlichkeit auf der Weltkugel an.

Darüber hinaus informierten sich Studierenden und Auszubildende der sozialen Arbeit über die Jugendfürsorgevereine als Arbeitgeberinnen. Die Nachfrage und das Interesse an Jobs und Karrieremöglichkeiten waren groß. Fazit der Organisatoren: Rundherum gelungen!

Weiterführende Informationen zum V•KJF: Der V•KJF, ein Fachverband der Caritas, setzt sich für die Teilhabe aller Menschen in den Bereichen Bildung, Ausbildung, Arbeit, soziales und kulturelles Leben ein. Seine Mitglieder – die Jugendfürsorgevereine der Diözesen Augsburg, Regensburg, Speyer und der Erzdiözese München-Freising – betreuen und begleiten Kinder, Jugendliche, Familien und Volljährige in besonderen Lebenslagen und bieten medizinische Versorgung in Kliniken und Krankenhäusern.

Text und Bilder: Christine Allgeyer