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Sicher mobil trotz Handicap

Neben dem Fußgängertraining bzw. auch Rollstuhlfahrtraining, das ab der Grundschulstufe in der St.Ruppert-Schule angeboten wird, werden geeignete Schülerinnen und Schülern in der Mittelschulstufe zu einem Radfahrkurs mit abschließender Radfahrprüfung zusammengefasst. Die abschließende Berufsschulstufe bietet Schülerinnen und Schülern, die die Voraussetzungen erfüllen, einen Mofa-Kurs an.

Gerade in ländlichen Gegenden, wie dem Rottal, sind Jugendliche oftmals auf Fahrdienste durch die Eltern angewiesen, da die öffentlichen Verkehrsmittel nur sehr eingeschränkt fahren. Dieses Problem spüren Jugendliche ohne und mit Handicap gleichermaßen. Mofa fahren bedeutet deshalb einen großen Schritt in Richtung mehr Mobilität. Erstmals können sie sich unabhängig von Eltern oder anderen Unterstützern motorisiert im Straßenverkehr bewegen. Für Jugendliche mit Handicaps im Bereich des Lernens und Verstehens ist und bleibt das Mofa meist lebenslang die einzige Möglichkeit ihre Praktikums- und/oder Arbeitsstelle, ihre Freunde, das Kino usw. selbstständig zu erreichen.Die Fahrerlaubnis für das Mofa ist deshalb ein wichtiger Beitrag zu mehr Inklusion der Jugendlichen und jungen Erwachsenen der St.Rupert-Schule. Seit fast 30 Jahren wird dieser Kurs in der St.Rupert-Schule bereits angeboten, jeweils nach Bedarf der Schülerinnen und Schüler. Die Rückmeldungen ehemaliger Schüler und Schülerinnen sind durchwegs positiv. Kernstück des Mofa-Kurses ist, neben der praktischen Ausbildung durch die Fahrschule, die Vermittlung der theoretischen Inhalte. Der gesamte Lernstoff wird in überschaubare Kapitel aufgegliedert und mit den entsprechenden Fragen (ca. 300) kombiniert.

Die Prüfung

Am Prüfungstag wird die Prüfung als Einzelprüfung mit Lesehilfe durch den TÜV durchgeführt. Jeder muss 20 Fragen lösen.Auch in diesem Schuljahr stellten sich wieder zwei Schülerinnen und drei Schüler der Herausforderung Mofaprüfung. Alle fünf schafften es und können nun motorisiert in die Sommerferien starten.

Herzlichen Glückwunsch und allzeit gute und unfallfreie Fahrt!

 

Text und Bild: Gabriele Frauscher, HPZ