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Mit Holz kochen - Katalogvorstellung in der Galerie St. Klara

Dokumentation zum 3. Internationalen Symposium für Künstler*innen mit und ohne Behinderung in Beratzhausen am Donnerstag, 1. März 2018, 19:00 Uhr in der Galerie St. Klara, Kapuzinergasse 11 in Regensburg.

Auf vertrauten und immer neuen Wegen …

Nach acht erfolgreichen Kunstsymposien, die das Kuratorium Europäische Kulturarbeit in Beratzhausen umgesetzt hat, haben wir im Jahr 2017 zum zweiten Mal Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderung zu einem zehntägigen Kunstsymposium eingeladen.

Ideengeberin für das außergewöhnliche Konzept ist Renate Höning, Leiterin des Ateliers KUNST inklusiv der KJF. Professor Hans Stofer, selbst Künstler, entwickelte den Titel „Mit Holz kochen" und gab weitere wichtige Impulse. Beiden möchte ich dafür besonders danken. Renate Höning hatte nach dem ersten Symposium in Beratzhausen ein weiteres in Frauenau organisiert, so dass in diesem Jahr bereits das dritte internationale und inklusive Kunstsymposium im Raum Ostbayern stattfand. Immer mehr Projekte für Menschen mit geistiger Behinderung bereichern unsere Kunstszene. So entsteht zunehmend ein Bewusstsein für die enorme Kreativität von Menschen mit Behinderung. Das gemeinsame Arbeiten mit bereits etablierten Künstlerinnen und Künstlern fällt in Beratzhausen auf fruchtbaren Boden.

„Grenzen sprengen, Gewohntes, Gewöhnliches über Bord werfen und sich in neuen Formen des künstlerischen Ausdrucks tragen und treiben lassen", waren hervorragende Intentionen, die zum Engagement des Kuratoriums passten, das von Beginn an zu einem Abbau der Grenzen und Barrieren im gemeinsamen Haus Europa beitragen wollte. In diesem Jahr feiern wir mit dem Kuratorium das 25-jährige Jubiläum. Gemeinsam mit den zehn Künstlerinnen und Künstlern wurde eine Projektidee umgesetzt, die bleibende Werte – wie etwa das inklusives Café – schafft, die in den Alltag der Europagemeinde integriert werden können: Das inklusive Café bleibt nachhaltig als sozialer Raum erhalten und „in Betrieb". Bereits beim Abschluss des Symposiums und bei der Jubiläumsgala waren die Kunstwerke im Foyer des Zehentstadels zu sehen. So wie die vorhandenen über 100 zeitgenössischen Kunstwerke im öffentlichen Raum von Beratzhausen immer wieder Anziehungspunkt und Anlass für vielfältige Diskussionen sind, haben die Kunstschaffenden des dritten internationalen Kunstsymposiums auch in diesem Jahr einen öffentlichen Treffpunkt geschaffen, an dem ihre Kunst Menschen inspiriert, zusammenbringt und den Dialog zwischen ihnen fördert.

Den Künstlerinnen und Künstlern Slav Nedev, Tine Merz, Alois Achatz, Kurt Sennebogen, Ludwig Hirtreiter, Christina Kerscher, Iva Radivojevic, Renato Rill, Renate Höning und Stefan Bircheneder danke ich dafür, dass sie sich in das Leben unseres Ortes eingefühlt und eingelebt haben. Sie haben für uns einen Schatz geschaffen und unsere Gemeinschaft mit ihrer Persönlichkeit bereichert. Ortsansässige haben sich ebenfalls beteiligt, Möbel gesammelt und gespendet. Einige von ihnen und eine Flüchtlingsfamilie haben für die Künstlergemeinschaft und für deren Gäste gekocht. So wurden sie aktiver Teil dieses Projektes. Ein Katalog dokumentiert die Ereignisse im Juli 2017 auf eindrucksvolle Weise.

Ich danke unseren treuen Förderern, dem Bayerischen Wissenschaftsministerium, dem Bezirk Oberpfalz, dem Landkreis Regensburg, dem Markt Beratzhausen sowie unseren Sponsoren für ihre großzügige Unterstützung!

Der Erfolg dieses Projektes macht dem Kuratorium Mut, auch nach 25 Jahren nicht nachzulassen bei seinen Bemühungen um die Förderung der Kunst in einem friedvollen Europa.

Michael Eibl

Vorsitzender des Kuratoriums Europäische Kulturarbeit
Kulturreferent des Marktes Beratzhausen