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Meditativer Impuls August 2017

Hymnen an die Sonne

  • Die Beatles singen:  "Here comes the sun"
  • Rosenstolz singt: „Gib mir Sonne, gib mir Wärme, gib mir Licht"
  • Der Heilige Franz von Assisi singt seinen Sonnengesang „Cantico del sol"
  • Rammstein singt: „Hier kommt die Sonne, sie ist der hellste Stern von allen und wird nie vom Himmel fallen."
  • Nach einem Wort des Propheten Maleachi singen Kirchen das ökumenische Lied: „Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unserer Zeit".
  • Der deutsche DJ Robin Schulz ist auf der Suche nach dem perfekten Moment und verspricht ihn, „when the sun goes down".
  • Sozialisten singen in ihrem Arbeiterlied: „Brüder, zur Sonne, zur Freiheit".
  • König David besingt im Psalm den Schöpfergott, der der Sonne an den Enden der Erde ein Zelt baute. „Sie tritt aus ihrem Gemach hervor wie ein Bräutigam; sie frohlockt wie ein Held und läuft ihre Bahn. Am einen Ende des Himmels geht sie auf und läuft bis ans andere Ende; nichts kann sich vor ihrer Glut verbergen."

Bei so viel Begeisterung für die Sonne ist es auch kein Wunder, dass schon die alten Römer den ersten Tag der Woche „dies solis", „Sonntag" nannten. Ihn feiern wir seit 2000 Jahren als lichtvollen Tag der Auferstehung.

Die Sonne ist nicht weit weg. Anatomen finden die Strahlen der Sonne im Bauch eines jeden Menschen wieder, als Solarplexus, Sonnengeflecht.

Für alles Geschehen unter der Sonne gibt es eine bestimmte Zeit: August ist der Monat, in dem viele in Urlaub gehen und noch einmal viel Wärme, Sonnenvitamin D tanken wollen – Kraft und Energie, Reserven für die dunkleren Tage des Jahres. Allen, die fortfahren oder auch daheimbleiben, wünschen wir die Strahlen des göttlichen Lichtes über ihrem Weg und in ihrem Herzen, in Anlehnung an ein altes Wünsche-Lied:

„Hab Sonne im Herzen, dann komme, was mag,
das leuchtet voll Licht dir den dunkelsten Tag!"

Georg Deisenrieder
Pastoralreferent

MORGENHYMNUS

Du Licht des Himmels, großer Gott,
der ausgespannt das Sternenzelt
und der es hält mit starker Hand,
du sendest Licht in unsre Welt.
 
Die Morgenröte zieht herauf
und überstrahlt das Sternenheer,
der graue Nebel löst sich auf,
Tau netzt die Erde segensschwer.
 
Das Reich der Schatten weicht zurück,
das Tageslicht nimmt seinen Lauf,
und strahlend, gleich dem Morgenstern,
weckt Christus uns vom Schlafe auf.
 
Du, Christus, bist der helle Tag,
das Licht, dem unser Licht entspringt,
Gott, der mit seiner Allmacht Kraft
die tote Welt zum Leben bringt.
 
Erlöser, der ins Licht uns führt
und aller Finsternis entreißt,
dich preisen wir im Morgenlied
mit Gott dem Vater und dem Geist. Amen.

(aus dem Stundengebet)