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Leuchtturmprojekt der Inklusion gefeiert

20 Jahre Partnerklassen an der Grundschule St. Jakob

„Bei einer Partnerklasse handelt es sich um die Klasse einer Förderschule im Gebäude einer Grund- und Mittelschule oder um die Klasse einer Grund- und Mittelschule im Gebäude einer Förderschule. Damit sollen intensive Formen gemeinsamen Unterrichts und Schullebens erreicht werden", definiert das Bayerische Erziehungs- und Unterrichtsgesetz im Artikel 30a. Förderschüler und Grundschulkinder im gemeinsamen Unterricht? Kann das zum Wohle beider gelingen? Eindeutig: Ja, wie die gedeihliche Zusammenarbeit der Grundschule St. Jakob mit der Bildungsstätte St. Wolfgang in Straubing beweist.

Bild von links nach rechts:Oberbürgermeister Markus Pannermayr, Oberstudiendirektorin Doris Luttner (FOS/BOS), Schulamtsdirektor Johannes Müller, Schulleiter Dr. Ralf Bachmann, Leiterin der Bildungsstätte St. Wolfgang Maria Welsch und KJF- Direktor Michael Eibl

Nach einem kurzen Begrüßungslied des Schulchores unter Leitung von Herrn Meidert durften die beiden Schulleiter Maria Welsch und Dr. Ralf Bachmann die zahlreichen Eltern und Ehrengäste begrüßen, darunter auch ehemalige Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulleiter. Den ersten Auftritt zweier Partnerklassen bestritten die 1c mit der GS1, die zu den modernen Rhythmen von Mark Forsters „Chöre" tanzten. Mit einem Buchstabenspiel leitete die 2b von Konrektorin Alexandra Walden mit ihrer Partnerklasse GS2 von Studienrat Reinhard Bertold auf das Thema Partnerklassen hin, zu dem OB Pannermayr und Schulamtsdirektor Müller in einem unterhaltsamen Interview von zwei Schülerinnen befragt wurden.

Buchstabenspiel der 2b

Als Höhepunkt und Zeichen der Verbundenheit der beiden Schulen wurde eine eigens für diese entworfene Fahne gehisst, die von nun an beide Schulhöfe optisch bereichern wird. Nach der Tanzeinlage der 3c und der GS3 lobte der Direktor der KJF Michael Eibl das Modell der Partnerklassen in Straubing als einzigartig und wegweisend. Entsprechend entwickelten sich tatsächlich seit 2013 die „Straubinger Inklusionsklassen": Inzwischen ist an der Bildungsstätte St. Wolfgang ein kompletter Grundschulzug aus St. Jakob angesiedelt.

Nach weiteren Einlagen von Grundschul- und –Förderschulkindern konnten sich alle bei dem sich anschließenden Fest die vielfältigen Speisen und Getränke, die der Elternbeirat anbot, munden lassen bzw. bei einer der zahllosen Spielstationen ihr Können unter Beweis stellen und das egal ob mit oder ohne Handicap. Das ist gelebte Inklusion.

Text: Dr. Ralf Bachmann, Grundschule St. Jakob; Foto: Astrid Aschenbrenner, TS-Leitung St. Wolfgangund