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Gelebte Inklusion in den Wohngemeinschaften St. Hildegard

„I mog di"- Fest mit dem EMV-Testhaus

Die Wohngemeinschaften St. Hildegard der Katholischen Jugendfürsorge Regensburg feierten mit dem Team des EMV-Testhauses zehn Jahre Freundschaft unter dem Motto: „I mog di" .

Sabine Letsch-Stockmann(fünfte von rechts), Bereichsleitung in Straubing, freut sich mit allen über das Engagement des Ehepaars Klein (zweite und dritter von rechts) vom EMV-Testhaus.

10 Jahre ist es her, dass Norbert Schweizer seine Freunde Charlotte und Rudolf Klein vom EMV-Testhaus auf die Wohngemeinschaften St. Hildegard aufmerksam machte. „Die bräuchten dringend einen neuen Kickerkasten, der alte ist kaputt. Vielleicht könnt ihr einen spenden?" Das Ehepaar Klein meinte: „Klar, gern!" Aber nur vorbeifahren und einen neuen Kicker hinstellen, das kam für sie nicht in Frage. So entstand die Idee, ein Kickerturnier mit den Mitarbeitern ihrer Firma und den Bewohnerinnen und Bewohnern und Mitarbeiterinnen und Mitarbitern der Wohngemeinschaften zu veranstalten. Dabei wurde ihrerseits nicht nur für das leibliche Wohl gesorgt, sondern auch die eingespielten Tore in Euro an die Einrichtung St. Hildegard gespendet. Da sich die Bewohner und die Mitarbeiterschaft des EMV-Testhauses auf Anhieb verstanden, gab es zudem gemeinsame Volksfestbesuche und jedes Jahr eine Weihnachtsfeier. Jede Gruppe kann sich dann etwas wünschen und schon länger ist dies mit Charlotte und Rudi Klein essen oder kegeln zu gehen. Aus diesen Jahren entwickelte sich eine wirkliche Freundschaft, die auch von Einrichtungsleiter Peter Weiß sehr geschätzt wird.

Diese Freundschaft wurde nun kräftig gefeiert. Das Ehepaar Klein organisierte auch diesmal wieder alles in Eigenregie: Getränke, Eis, Essen vom Grill und sogar einen Zauberer, der die Festgäste mit seinen Künsten beeindruckte. Die Band „Coloured Ostrich" umrahmte das Fest musikalisch.

Und wie immer gab es auch diesmal eine Spende: Das Ehepaar Klein überraschte mit einer Hollywoodschaukel. Außerdem gab es, treu dem Motto des Festes, für jeden ein Lebkuchenherz mit „I mog di" darauf. Bereichsleitung Sabine Letsch-Stockmann und Franz Buchner von der Bewohnervertretung bedankten sich ihrerseits mit Blumen und einem Fotobuch für die wunderbaren letzten zehn Jahre, denen hoffentlich noch viele folgen sollen, bevor dann alle Bewohnerinnen und Bewohner mit einem gemeinsamen Lied ihren Dank ausdrückten.

Auf Augenhöhe und mit Herz

Karl Dengler, Stadtrat und Verwaltungsrat für Menschen mit Behinderung kam in Vertretung von  Oberbürgermeister Pannermayr zum Fest und war begeistert: „Das ist gelebte Inklusion. Hier treffen sich Menschen mit und ohne Behinderung und feiern wirklich gemeinsam." Eine Firma, deren Inhaber und Mitarbeiter nicht nur Geld sondern auch Freizeit spendet, kann sich jede soziale Einrichtung nur wünschen. Das Besondere beim EMV-Testhaus allerdings ist eben auch, es kommt auf Augenhöhe und von Herzen.

Text: Elisabeth Rosner/WG St. Hildegard; Bild: Rudi Klein