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Fördern und entwickeln

Katholische Jugendfürsorge setzt auf Potentiale ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Sie haben ihre berufliche Karriere im Blick und gestalten diese aktiv mit. Damit sich ihre persönlichen und fachlichen Fähigkeiten entfalten können, unterstützt die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V. ausgewählte Nachwuchskräfte mit einem speziellen Weiterbildungsprogramm für potentielle Führungskräfte. „Wer sich entwickeln will, braucht dabei Unterstützung", stellt KJF-Direktor Michael Eibl heraus. Ihm ist es wichtig, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu fördern und mit Wertschätzung zu begegnen. Schließlich haben die Fachkräfte in Führungspositionen ein herausforderndes Tätigkeitsprofil. „Darauf müssen wir sie gut vorbereiten", so Eibl. 4.000 Fachkräfte in über 70 Einrichtungen der KJF begleiten Menschen in schwierigen Lebenssituationen.

Reihe vorne von links nach rechts: KJF-Direktor Michael Eibl, Sabine Scheuerer, Veronika Huber, Maximilian Schmid
Reihe hinten von links nach rechts: Norbert Wagner, Thomas Rößner und Verena Ninding.

Nachwuchs sicherstellen

Was macht eine Führungspersönlichkeit aus? Was bedeutet es, Führungskraft in einer kirchlichen Einrichtung zu sein? Wie kann es gelingen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch kommunikative Fähigkeiten zu gewinnen und zu binden? Das sind neben Fragen der Personalführung und betriebswirtschaftlichen Themen die Inhalte, mit denen sich die Teilnehmenden des Seminars für potentielle Führungskräfte beschäftigten. Die KJF Regensburg, aber auch die Katholischen Jugendfürsorgevereine in Augsburg, München-Freising und Speyer bieten im Rahmen ihrer Personalentwicklung gezielt Programme an, um den künftigen Führungsnachwuchs sicherzustellen. Anbieter der Seminare ist der Verband Katholische Jugendfürsorge e.V. (V•KJF), ein anerkannter Fachverband der Caritas, in dem die Jugendfürsorgevereine der Diözesen Augsburg, Regensburg und Speyer sowie der Erzdiözese München-Freising Mitglieder sind.

Inklusion war wichtiges Thema

In diesem Jahr haben sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KJF Regensburg das Seminar A für potenzielle Führungskräfte des V•KJF abgeschlossen. „Sie alle haben sehr engagiert und in engem Kontakt mit ihren Einrichtungsleitungen im Laufe ihrer Zusatzqualifizierung eine Projektarbeit erstellt", erklärt KJF-Direktor Michael Eibl. Die Präsentation der Ergebnisse im Bildungshaus Schloss Spindlhof in Regenstauf haben ihn und das Auditorium beeindruckt. Ein für die KJF wichtiges Thema, das in unterschiedlichen Arbeiten beleuchtet wurde, war die Inklusion. Verena Ninding aus dem Integrationsfachdienst Oberpfalz hat sich mit der Generation Y vor dem Hintergrund inklusiver Ansätze der pädagogischen Arbeit in der KJF beschäftigt. Die inklusive Kooperation von Schulen war das Thema von Thomas Rößlers Arbeit. Er ist in der Prälat-Michael-Thaller-Schule tätig. „Inklusion versus Wirtschaftlichkeit" lautete der Titel der Arbeit von Maximilian Schmid aus den KJF-Werkstätten in Mitterteich. Weitere Themen waren ein Konzept für eine intensiv-therapeutische Wohngruppe von Norbert Wagner aus dem Cabrinizentrum Offenstetten, ein Ehrenamtskonzept von Veronika Huber aus dem Wohnheim St. Klara in Regensburg, und Synergie-Effekte in einer Wohn-Pflegeeinrichtung für erwachsene Menschen mit Behinderung, vorgestellt von Sabine Scheuerer aus dem Antoniusheim Münchshöfen.

Berufskarrieren professionell gestalten

Das ist das Ziel der Weiterbildungsprogramme für potentielle und neue Führungskräfte im V•KJF. Die KJF Regensburg setzt auf motivierte und zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denn sie sind die Stärke des christlich-caritativen Trägers von Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe, der Beruflichen Rehabilitation und von Teilhabeeinrichtungen für Menschen mit Behinderung. Damit notwendige Hilfen und Unterstützung langfristig sichergestellt werden können, ist es das Gebot der Stunde Nachwuchs zu binden und professionelle Berufskarrieren zu begleiten.

Die erfolgreiche Weiterbildungsreihe wird auch im nächsten Jahr wieder im Fortbildungsprogramm des V•KJF angeboten und vom Referat Personalentwicklung der KJF Regensburg organisiert.

Text: Christine Allgeyer; Bild: KJF