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Dreh- und Angelpunkt für die KJF und „Kind in Not“

Josef Mühlthaler in den Ruhestand verabschiedet

Josef Mühlthaler, langjähriger Leiter der Nebenstelle der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e. V. in Eggenfelden mit der Jugendgerichtshilfe und dem Streetworkprojekt sowie Leiter der Offenen Behindertenarbeit Rottal-Inn und Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft „Kind in Not", wurde nach fast 38 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet. KJF-Direktor Michael Eibl und der Vorsitzende von „Kind in Not" Dr. Stephan Gaisbauer dankten dem engagierten und geschätzten Kollegen für seine besonderen Leistungen.


Bild v.li.: Dr. Stephan Gaisbauer, Vorsitzender der AG "Kind in No", Dr. Herbert Kempfler, Ehrenmitglied der AG "Kind in Not" und MDB a.D., KJF-Abteilungsleiter Bertin Abbenhues, Bgm. Wolfgang Grubwinkler, Dr. Franz Lichtnecker, Vorstandsmitglied AG "Kind in Not", ehem. Bezirksrat, Prälat Dr. Josef Schweiger, Annemarie und Josef Mühthaler, Dr. Thomas Pröckl, stellv. Vorsitzender der AG "Kind in Not" und Bezirksrat, KJF-Direktor Michael Eibl, Landrat Michael Fahmüller, Gerlinde Fechner, neue Geschäftsführerin der AG "Kind in Not".

Er war der Dreh- und Angelpunkt für die KJF und die Aktionsgemeinschaft „Kind in Not" im Landkreis Rottal-Inn: Josef Mühlthaler, der Mann der ersten Stunde, der unendlich viel Lebensenergie in den Aufbau der Nebenstelle und die Leitung der von ihm verantworteten Bereiche investiert hat. „Nach fast 38 Jahren verdienten Wirkens verabschieden wir einen geschätzten Kollegen, dessen Arbeit von einer inneren Haltung, basierend auf dem christlichen Menschenbild, geprägt ist", stellte KJF-Direktor Michael Eibl in seiner Laudatio anlässlich der Verabschiedung von Josef Mühlthaler heraus. Er habe sich weit über das normale Maß hinaus engagiert, sozusagen seine hauptamtliche mit einer weitreichenden ehrenamtlichen Tätigkeit angereichert.


KJF-Direktor Michael Eibl dankt Josef Mühlthaler für seinen herausragenden Einsatz in fast 38 Dienstjahren.

Dr. Stephan Gaisbauer, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft „Kind in Not" würdigte deren Geschäftsführer Josef Mühlthaler für sein herausragendes Engagement. Ausgezeichnet habe ihn seine stets äußerst zuverlässige Arbeit. Unzählige Zuschussanträge gingen durch seine Hände. Spendenbetreuung, Mitgliederpflege, Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit –das alles leistete Josef Mühlthaler in einem erheblichen Ausmaß.

Josef Mühlthaler begann als erster Sozialpädagoge in der St. Rupert Werkstätte und baute ab 1979 die Nebenstelle der KJF auf. Er war maßgeblich beteiligt am Aufbau der Jugendgerichtshilfe, der Erziehungsbeistandschaften, der Offenen Behindertenarbeit, der Offene Ganztagesschule, dem Streetworkprojekt und der Geschäftsstelle von Kind in Not. „Die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Rottal-Inn war beispielhaft. Gemeinsam mit den Jugendamtsleitern, zuletzt Herrn Manfred Weindl hat er die Angebote zeitgemäß entwickelt", so Michael Eibl. Er habe immer wieder an Freizeit- und Ferienmaßnahmen teilgenommen, die ihm besonders am Herzen lagen. Stolz kann Josef Mühlthaler auch auf den Stamm an Ehrenamtlichen sein, den er bis auf ca. 35 Helferinnen und Helfer auf- und ausgebaut hatte.

Bei der Abschiedsfeier überreichte KJF-Direktor Michael Eibl einen in den KJF Werkstätten gefertigten Gotteslob-Engel und Gutscheine. „Diese können Sie als leidenschaftlicher Autobastler bestimmt gut verwenden", meinte Eibl.


Bild v.li.: Vorsitzender der AG "Kind in Not" Dr. Stephan Gaisbauer, Josef Mühlthaler, Gerlinde Fechnter (neue Geschäftsführerin bei "Kind in Not") und KJF-Direktor Michael Eibl.

Josef Mühlthaler geht, wie er selbst sagt, schon mit einer gewissen Wehmut, schließlich habe er fast 38 Jahre als Leiter der Nebenstelle und der Offenen Behindertenarbeit (OBA) in Eggenfelden arbeiten dürfen. „Ich freue mich aber sehr auf den neuen Lebensabschnitt", sagt Mühlthaler, „ich habe mir den Zeitpunkt auch selbst ausgesucht und gehe schon etwas früher mit 65." Seiner Nachfolgerin bei „Kind in Not", Gerlinde Fechtner, die schon seit 12 Jahren, zuletzt als seine Stellvertreterin tätig ist, sowie den Kolleginnen und Kollegen wünscht er alles, alles Gute. „Ich wünsche mir und ihnen, dass sie so weiter arbeiten wie bisher. Dann kann gar nichts schief gehen. Das Ganze steht und fällt mit der Einsatzbereitschaft und dem fachlichen Können der Kolleginnen und Kollegen – und darauf können sich hier alle verlassen", so Mühlthaler.

Lesen Sie hier ein Interview mit Josef Mühlthaler anlässlich seines Abschieds.

Text: Christine Allgeyer
Bilder: OBA Eggenfelden