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Mit der Körpertambura im Schulalltag entspannen

Den Rücken an den Klangkörper der Körpertambura angelehnt, spüren die Kinder die zarte Vibration und werden sanft in den Klangraum entführt. Wie wohltuend das ist und wie sehr es entspannt, ist ihren Gesichtern abzulesen. Die Körpertambura hat der Elternbeirat der Bischof-Wittmann-Schule für die Musiktherapie angeschafft und aus Spendengeldern finanziert. Die Elternbeiratsvorsitzende Katrin Kessel und die Musiktherapeutin Annette Brug-Korres von der Städtischen Musikschule haben das Klanginstrument im Wert von 1.300 Euro in das Förderzentrum der KJF gebracht.

Es dauerte nicht lange, da war Annette Brug-Korres von einer Kinderschar umringt. Neugierig schauten die einen zu, wie andere sich auf die Körpertambura setzten. „Mmmh, das fühlt sich schön an – weitermachen", so wirkt es, wenn die Saiten angestrichen, Klang und Schwingungen sich ausbreiten. „Viele Schüler brauchen es", sagte Schülersprecher Daniel Ferreira, „ich bedanke mich für die ganze Schule." Einrichtungsleiter Ludwig Faltermeier stellte das Engagement des Elternbeirats besonders heraus. Dieser erlöse erfolgreich mit vielen Projekten wie dem jährlichen Weihnachtsbasar im DEZ Spendengelder, die direkt den Schülerinnen und Schülern der Bischof-Wittmann-Schule zugutekommen. Er bedankte sich ebenfalls herzlich.

„Die Körpertambura soll die Musiktherapie unterstützen", erklärte Elternbeiratsvorsitzende Katrin Kessel, „es ist uns wichtig, dass die Tambura in den Schulalltag eingebunden werden kann, wenn ein Kind Ruhe, Erholung und Entspannung braucht." Das Instrument ist vielseitig einsetzbar und findet in der Einzel- und Gruppentherapie Verwendung. Annette Brug-Korres demonstriert und erklärt die Körpertambura: „Ich nutze sie in den Musiktherapiestunden. Man setzt sich darauf oder sie wird im Liegen aufgelegt und eignet sich besonders für Kinder, die im Stress sind oder einen Anfall haben. Sie tauchen in ein Klangbad ein, spüren sich selbst besser und nehmen den Klang körperlich wahr. Das hat einen beruhigenden Effekt", so Brug-Korres. Auch Kinder, die sonst eine geringe Aufmerksamkeitsspanne haben, könnten sich länger auf das Klangerlebnis einlassen und die Interaktion mit der Musiktherapeutin zulassen.

Text und Bilder: Christine Allgeyer